
Mit einer schriftlichen Frage an die Bundesregierung hat sich der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gunkel (SPD) nach dem Planungsstand und voraussichtlichen Baubeginn der Ortsumgehung Hohndorf erkundigt. Eine ernüchternde Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium liegt jetzt vor.
Dazu erklärt Wolfgang Gunkel:
„Angesichts der jüngst erstellten Verkehrsprognose, wonach bis 2020 mit einem Anstieg des Kraftverkehrs um 16 Prozent auf der B 174 in Hohndorf zu rechnen ist, halte ich es für sehr erstaunlich, mit welcher Gemächlichkeit Bund und Land an die Realisierung einer Ortsumgehung für Hohndorf gehen. Laut Bundesverkehrsministerium ist das Bauvorhaben zwar seit Juli 2004 ‚im Vordringlichen Bedarf‘, das heiße allerdings nur , so ergänzt das Ministerium lapidar, ‚der Bedarf für diese neue Straßenverbindung ist gesetzlich anerkannt‘. Konkret bedeutet das, die ‚Vorplanung für die Maßnahme ist so weit abgeschlossen‘ und dem Bundesverkehrsministerium soll im Sommer die erarbeitete ‚Vorzugsvariante‘ zur Bestätigung vorgelegt werden. Weitere ‚Planungsschritte bis zur Erlangung des Baurechts durch einen Planfeststellungsbeschluss‘ stehen noch aus.
Meine Frage an die Bundesregierung, wann denn nun mit einem Baubeginn der Ortsumgehung Hohndorf gerechnet werden kann, bleibt folgerichtig ohne Antwort. Im Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke (FDP), heißt es dazu nur abschließend: ‚Aufgrund des dargestellten Sachverhaltes kann zum Realisierungszeitraum derzeit keine Aussage getroffen werden‘. – Wieder bestätigt sich eine alte Weisheit: Papier ist geduldig.“
Wolfgang Gunkel, MdB ist Direktkandidat für die SPD zur Bundestagswahl im Erzgebirge