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Zum Schutz der Kinder - Einführung eines sozialen Frühwarnsystems in Sachsen

Veröffentlicht am 10.01.2007 in Allgemein

Dresden. Die SPD-Fraktion des Sächsischen Landtages unterstützt gemeinsam mit dem Koalitionspartner CDU die Einführung eines sozialen Frühwarnsystems zum Schutz von Kindern in Sachsen.

„Die Sachverständigen haben bei einer Anhörung des Sozialausschusses die Maßnahmen zum Schutz der Kinder begrüßt und wichtige Anregungen gegeben. Der Schutz der Kleinkinder ist unser oberstes Ziel. Jungen Familien soll mit aufsuchender Familienhilfe besondere Hilfe angeboten werden, damit Probleme und Konflikte gelöst, Gefährdungen vermieden werden bzw. Behörden rechtzeitig handeln können. Die Hilfe soll frühzeitig beginnen, für erstgebärende Schwangere bei Problemlagen bereits ab der 28. Schwangerschaftswoche“, sagte Kerstin Nicolaus, Sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion.

Dr. Gisela Schwarz betonte darüber hinaus die wichtige Rolle der Kinderbetreuungseinrichtungen. „Die Kindertagesstätte ist das wesentliche Bindeglied zum Elternhaus. Dort muss ein Frühwarnsystem ansetzen. Wir brauchen Sensibilität der handelnden Personen für Probleme der Kinder“, sagte Gisela Schwarz.

Die Sozialpolitikerinnen bekräftigen die Forderung der Koalition, die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen für Kleinkinder verbindlicher zu gestalten. „Alle rechtlich zulässigen Maßnahmen müssen wir nutzen, damit Fälle von vernachlässigten und misshandelten Kindern rechtzeitig erkannt werden. Gerade kleine Kinder müssen geschützt werden“, betonte Nicolaus.

„Gute Erfahrungen mit sozialen Frühwarnsystemen bestehen in vielen anderen Ländern, Beispiele Niederlande, Österreich, Italien, Vereinigte Staaten. Dazu gehören regelmäßige Besuche und Begleitung von Hebammen und Sozialpädagoginnen. Weitere Kooperationspartner sind Ärzte, Beratungsstellen und Jugendämter. Eine wichtige Aufgabe haben auch andere Personen, z. B. Nachbarn. Schutz gefährdeter Kinder geht jeden an.“

Die Koalitionsfraktionen begrüßen die bisherigen Maßnahmen und Modellprojekte der Staatsregierung. „Die Ergebnisse der Anhörung und Erfahrungen mit den Modellprojekten werden wir sorgfältig auswerten und die Umsetzung des Frühwarnsystems intensiv begleiten“, so die Sozialexpertinnen.

Dresden, den 10. Januar 2007
Leo Stefan Schmitt / Dr. Martin Kuhrau

 
 

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