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„Atomkraftwerk an unserer Grenze? Das Erzgebirge ist kein Versuchslabor!“

Veröffentlicht am 24.06.2025 in Landespolitik

Im Sächsischen Landtag haben wir am Dienstag, 24.6.2025 über das geplante Atomkraftwerk im tschechischen Tušimice diskutiert. Es soll nur rund 20 Kilometer hinter unserer Grenze entstehen, ein Projekt, das völlig überraschend kam und uns alle direkt betrifft.

 

Simone Lang hat in der Debatte klar und deutlich unsere Haltung vertreten: Dieses Atomkraftwerk wollen wir nicht. Es gefährdet unsere Region, unsere Natur, unsere Gesundheit und vor allem unser Vertrauen in eine verantwortungsvolle Energiepolitik.

Was geplant ist, sind sogenannte Small Modular Reactors, eine Technologie, die weltweit noch im Versuchsstadium steckt. Niemand weiß wirklich, wie sicher sie ist. Und dennoch soll sie direkt vor unserer Haustür gebaut werden. Ohne vorherige Gespräche. Ohne Rücksicht auf uns.

Die Rückmeldungen machen klar, die Sorge ist groß. Es geht nicht um Ideologie, sondern um berechtigte Ängste:

  • Was passiert bei einem Unfall?
  • Was bedeutet das für unser Wasser, unsere Böden, unsere Luft?
  • Wer kümmert sich um den Müll, der tausende Jahre gefährlich bleibt?

 

Wir in Deutschland steigen aus der Atomkraft aus und direkt hinter der Grenze soll ein neues Werk entstehen? Das ist nicht nachvollziehbar. Wir fordern Respekt für unsere Position und unsere Region. Das Erzgebirge ist kein Experimentierfeld für unsichere Technologien.

 

Wir suchen den Dialog mit unseren tschechischen Nachbarn, um gemeinsam an einer modernen, verantwortungsvollen Energiepolitik zu arbeiten.

 

Als SPD Erzgebirge haben wir klare Forderungen formuliert:

 

  1. Transparente Verfahren und echte Beteiligung der Menschen vor Ort. Bis zum 14. Juli läuft die Möglichkeit, Einwendungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung einzureichen, bitte macht in euren Ortsvereinen darauf aufmerksam!
  2. Ein deutliches Nein zu neuen Atomkraftwerken an unserer Grenze. Sachsen muss auf allen Ebenen aktiv werden.
  3. Investitionen in die Energiewende statt Rückschritte. Sonne, Wind und Innovation sind der Weg – nicht neue Risiken.
  4. Ein funktionierender Katastrophenschutz auch auf unserer Seite der Grenze.

Wir müssen vorbereitet sein für den Fall der Fälle.