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Landtagsabgeordnete Simone Lang kritisiert neue Stollen-Verpackungsregelung: Bürokratie belastet erzgebirgische Bäcker

Veröffentlicht am 02.09.2025 in Pressemitteilung

Die jüngste Entscheidung des Umweltbundesamtes, Stollen bis 750 Gramm in

Folienverpackungen dem Einwegkunststofffondsgesetz zu unterstellen, stößt bei der

Landtagsabgeordneten Simone Lang auf Kritik. Besonders im Erzgebirge, einer Region mit

einer tief verwurzelten Backtradition und einer hohen Dichte an Handwerksbäckereien, sei

diese Regelung kontraproduktiv und eine unnötige Belastung für die Betriebe.

„Das Erzgebirge ist bekannt für seine einzigartige Stollentradition und die vielen engagierten

Bäckerinnen und Bäcker, die dieses Kulturgut mit Leidenschaft pflegen“, so Simone Lang.

„Die Vorweihnachtszeit ist für sie die wichtigste, aber auch die arbeitsintensivste und

stressigste Phase des Jahres. Nun kommt eine weitere bürokratische Hürde hinzu, die nicht

nur finanzielle Mehrkosten verursacht, sondern vor allem wertvolles Personal bindet. Dies

alles geschieht, nachdem die Bäckereien in den letzten Jahren mit deutlichen

Preissteigerungen bei Zutaten konfrontiert wurden. Diese Preissteigerungen trafen tenzenziell

auch die Endkunden.

Die Abgeordnete betont, dass die Personalsuche im Bäckerhandwerk ohnehin eine große

Herausforderung darstellt. Die neue Regelung, die eine Registrierung, Meldepflichten und

Abgaben für die Betriebe vorsieht, verschärfe diese Situation zusätzlich. „Ein Stollen ist ein

traditionelles Genusserlebnis, kein Fast-Food-Produkt für den sofortigen Verzehr unterwegs.Diese praxisferne Einordnung ignoriert die Realität unserer Handwerksbetriebe und die

kulturelle Bedeutung des Stollens“, so Lang weiter.

Simone Lang fordert das Umweltbundesamt auf, die Allgemeinverfügung zu überdenken und

eine praxistaugliche Lösung zu finden, die die Besonderheiten des Bäckerhandwerks und der

regionalen Traditionen berücksichtigt.

Dazu weiter Simone Lang: „Diese Stollen-Regelung weitet die Bürokratie für unsere

erzgebirgischen Bäcker aus. Sie bindet Personal, das wir dringend im Handwerk brauchen,

und ignoriert die tiefe Tradition, die der Stollen in unserer Region hat. Ich werde mich aktiv

dafür einsetzen, dass auf Bundes- und Europaebene Lösungen gefunden werden und den

Kontakt in das Bundesministerium und auf Europaebene suchen.“