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SPD Annaberg kämpft für Mindestlöhne

Veröffentlicht am 12.06.2007 in Allgemein

Annaberg-Buchholz. Fast 200 Unterschriften sammelten die Annaberger Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen bislang gegen Lohndumping und für einen gesetzlichen Mindestlohn. Gemeinsam mit dem DGB diskutierten wir mit den Menschen unserer Erzgebirgsregion am vergangenen Montag auf dem Annaberger Marktplatz über gerechte Entlohnung für gute Arbeit. Und erhielten ein überwältigendes Feedback!

"Die Erzgebirger sind ein sehr bodenständiges Völkchen", so Jirka Meyer, der Annaberger SPD-Vorsitzende. "Gutes Geld für gute Arbeit, mehr wollen die Menschen gar nicht. Stundenlöhne von unter 7,00 EUR sind jedoch Manchester-Kapitalismus pur, das hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts mehr zu tun!" Deshalb forderten die auf dem Annaberger Marktplatz präsenten Genossinnen und Genossen den Aufschwung für alle und das Ende der von der Union geführten Blockadediskussion um einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland. Viele Annaberger und Besucher der Kreisstadt schlossen sich dieser Meinung an und unterzeichneten die ausgelegten Unterschriftenlisten. Dabei wurde in den Gesprächen auch deutlich, daß Niedriglöhne nicht geeignet sind, als Jobmotor bezeichnet zu werden. "Niedriglohnarbeitsplätze mögen vielleicht die Beschäftigungsstatistik einer Volkswirtschaft beschönigen", so Meyer weiter, "aber gehen die Menschen nur aus statistischen Gründen arbeiten, wie das einige Arbeitsmarktforscher lautstark proklamieren?! Wohl kaum!" Gestärkt werden die Gewerkschaften, zuvorderst tarifliche Regelungen zu vereinbaren. Erst wenn dies nicht gelingt, sollen gesetzliche Vorschriften greifen.
Die gesammelten Unterschriften werden direkt an den SPD-Bundesvorstand nach Berlin weitergeleitet. Jede Unterschrift mehr erhöht den Druck innerhalb der Großen Koalition, endlich die SPD-Position zu beziehen und ein Mindestlohngesetz zu verabschieden.
Wer uns am Montag verpaßt hat - unter www.gute-arbeit.spd.de kann sich jeder auch online für Mindestlöhne aussprechen.