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Bundesweiter Tarifvertrag für die Altenpflege wäre ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung

Veröffentlicht am 02.02.2021 in Pressemitteilung

„Die Beschäftigten in der Altenpflege in Deutschland sollen zum 1. August flächendeckend einheitliche und in vielen Fällen höhere Löhne erhalten. Hierfür haben Ver.di und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche beim geplanten Tarifabschluss noch einmal nachgebessert. Das Ergebnis begrüße ich sehr. Denn Pflege verdient mehr Wertschätzung und Anerkennung. Dafür reicht Applaus nicht aus, die Wertschätzung muss sich auch im Geldbeutel bemerkbar machen“, so Simone Lang.

Die Pflegeexpertin besuchte am Dienstagmittag mit ihrem Landtagskollegen Frank Richter die Christliche Sozialstation Meißen und tauschte sich zu den Herausforderungen im Pflegebereich aus: „Das heutige Gespräch mit den Praktikerinnen und Praktikern hat uns erneut deutlich vor Augen geführt, dass wir den Pflegebereich ganzheitlich betrachten müssen“, so Lang, die gelernte Krankenschwester ist. „Neben einer gerechten Bezahlung geht es auch um gute Arbeitsbedingungen und Zeit für die zu Pflegenden.“

„Es ist wichtig, dass die dringenden Verbesserungen bei der Entlohnung der Pflegekräfte nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen und ihrer Familien gehen. Die Frage, wie wir die Pflegeversicherung grundsätzlich weiterentwickeln, muss hierfür unbedingt geklärt werden. An dieser Stelle geht es um die Deckelung der Eigenanteile an pflegebedingten Kosten und um die Einführung einer Pflegevollversicherung. Die SPD hat hier auf Bundesebene bereits gute Konzepte vorgelegt. Auch der Blick auf die Kosten der Einrichtungen und Träger der Pflege ist mir wichtig, sie dürfen mit den steigenden Kosten nicht alleine gelassen werden.”

„Bevor der Tarifvertrag vom Bundesarbeitsminister Hubertus Heil auf alle Pflegekräfte ausgeweitet werden kann, müssen Caritas und Diakonie noch zustimmen. Ein bundesweiter Tarifvertrag für die Altenpflege wäre ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Hier geht es auch um die Angleichung der Löhne in West- und Ostdeutschland. Auf diesen Punkt haben uns auch die Mitarbeiterinnen der Christlichen Sozialstation in Meißen mit Nachdruck aufmerksam gemacht. Durch die noch immer unterschiedliche Bezahlung würden weiterhin viele Fachkräfte in westdeutsche Bundesländer abwandern. Sie betonten zudem, dass es viele weitere Schritte im Pflegebereich brauche und die faire Bezahlung nur einer davon sei. Diese Ansicht teile ich und bleibe dabei: Insbesondere der Bürokratieabbau muss Priorität haben, um eine echte Entlastung der Pflegekräfte zu erreichen“, so Lang abschließend.

 
 

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