Dresden. „Diese Rechnung ist mehr als absurd“, kritisiert SPD-Fraktionschef Cornelius Weiss, eine Äußerung des Dresdner TU Rektors, Hermann Kokenge im Zusammenhang mit dem sächsischen Koalitionsbeschluss gegen Studiengebühren.
Dresden. „Diese Rechnung ist mehr als absurd“, kritisiert SPD-Fraktionschef Cornelius Weiss, eine Äußerung des Dresdner TU Rektors, Hermann Kokenge im Zusammenhang mit dem sächsischen Koalitionsbeschluss gegen Studiengebühren.
Kokenge hatte zuvor erklärt, seiner Universität würden, durch nicht erhobene Studiengebühren, rund 36 Millionen Euro im Jahr verloren gehen. „Das ist eine Milchmädchenrechnung, die noch dazu ohne den Wirt gemacht wurde“, sagte Weiss. Als erster Nachwenderektor der Leipziger Universität sei er sich der - vor allem - abschreckenden Wirkung von Studiengebühren bewusst. „Wenn Kollege Kokenge ernsthaft daran glaubt, dass Studiengebühren finanzielle Engpässe an den Universitäten ausgleichen können, muss er im zweiten Schritt mal nachrechnen wie wenige seiner derzeit 36 tausend Studenten sich ein Studium an der TU dann noch werden leisten können.“ Dann werde sich der von Kokenge geforderte finanzielle Ausgleich für die TU ganz schnell auf ein überschaubares Maß reduzieren. „Studiengebühren haben keinen Einfluss auf das Niveau der Forschung“, sagte Weiss. Sachsens Universitäten sollten sich in erster Linie auf diesem Gebiet weiter profilieren, anstatt eine Vorreiterrolle bei unsozialen Entscheidungen einnehmen zu wollen.
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