Beteiligung sächsischer Unternehmen bei Einführung elektronischer Gesundheitskarte gefordert
Dresden. „Ich befürchte, dass sächsische Unternehmen durch das derzeit intransparente Ausschreibungs- und Vergabeverfahren ausgebootet werden könnten“, sagte SPD Sozialpolitiker Johannes Gerlach heute.
Im Zusammenhang mit der Ernennung der Region Löbau-Zittau zur Modellregion zum Test für die elektronische Gesundheitskarte, müssten auch sächsische Unternehmen eine reale Chance haben, sich bei der Einführung der Gesundheitskarte zu beteiligen. Einzelheiten über den Ablauf der Tests in den Modellregionen seien aber öffentlich kaum zugänglich. Das müsse sich ändern, damit ein faires und rechtmäßiges Vergabeverfahren möglich werde. Hier sei die Sächsische Staatsregierung aufgefordert, Einfluss auf das Bundesgesundheitsministerium zu nehmen, damit sich die Informationslage rasch verbessere. Seine Fraktion habe heute eine entsprechende Anfrage in den Geschäftsgang des Landtages eingebracht, um offene Fragen zu klären.
„Telematik im Gesundheitswesen ist ein wichtiger Wachstumsmarkt, der zusätzliche Arbeitsplätze verspricht“, so Gerlach. Mit der Modellregion bestehe in Sachsen die Chance, Anschluss an die Entwicklung medizinischer Hochtechnologie zu finden. In Sachsen gäbe es eine Reihe von Unternehmen, die über das nötige Know - How verfügen, um sich mit Produkten und Dienstleistungen am Aufbau der Infrastruktur für die elektronische Gesundheitskarte zu beteiligen.
Quelle: SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag