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IUSY: Gemeinsam für eine bessere Welt

Veröffentlicht am 27.08.2007 in Allgemein

Berlin. Rund 2.000 junge Menschen haben sich am Wochenende getroffen, um unter dem Motto "100 years of struggle for peace and equality" gemeinsam den 100. Geburtstag der Sozialistischen Jugendinternationale (IUSY) zu feiern.

Als Gastgeber konnten die Jusos in der SPD sowie die Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken 143 Delegationen aus über 100 Ländern sowie zahlreiche Ehrengäste und IUSY-Veteranen in Berlin begrüßen. Darunter den österreichischen, sozialdemokratischen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, die Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, den ersten IUSY-Präsidenten nach dem Zweiten Weltkrieg, Bob Molenaar, sowie den SPD-Vorsitzenden Kurt Beck.

Die IUSY als "Kraft internationaler Solidarität" habe in ihrer langen Tradition nicht nur durch zukunftweisende Ideen und Konzepte, sondern auch durch konkretes politisches Engagement wichtige Beiträge zur friedlichen und sozialen Gestaltung der internationalen Politik geleistet, sagte der SPD-Vorsitzende Kurt Beck beim Festakt im Berliner Friedrichsstadtpalast am Samstag. In seiner Rede plädierte Beck dafür, die Herausforderungen unserer Zeit "nicht unilateral auf eigene Faust", sondern "nur durch multilaterale Kooperation, die auf gegenseitigem Vertrauen und Solidarität gründet" politisch zu gestalten. So brauche man eine Weltinnenpolitik, "die auf einem gemeinsamen Verantwortungsbewusstsein" beruhe. Konzeptionell müsse sie auf einem umfassenden Verständnis von Frieden, Sicherheit und Entwicklung fußen, das bei den Wurzeln von Konflikten, Unrecht und Leid ansetze und nicht nur ihre Symptome zu kurieren suche. "Als Sozialdemokraten wissen wir: Frieden, Sicherheit und Entwicklung bedingen und stärken sich wechselseitig!"

Der SPD-Vorsitzende sprach sich dafür aus, die Erfolgsgeschichte der europäischen Einigung als Friedens- und Wohlstandsprojekt mit Zukunft fortzuschreiben. Weil die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihr Einsatz zweifellos eine der größten globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts seien, gelte es zudem, die multilaterale Rüstungskontrolle und Abrüstung zu politischen Prioritäten zu machen. Zudem müsse man den ärmeren Regionen der Welt faire Entwicklungschancen eröffnen.

"Don´t forget about the revolution"Beck zeigte sich überzeugt, dass nur durch einen "engen und solidarischen Schulterschluss" von IUSY und Sozialistischer Internationale (SI), den nationalen Mitgliedsorganisationen und -parteien, aber auch Gewerkschaften und Gruppen der Zivilgesellschaft, "wirksame Fortschritte für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und eine nachhaltige Entwicklung in der Welt" zu erreichen seien. "Globaler Fortschritt, der spürbar ist für jeden Menschen, ist Maßstab und Ziel unseres Handelns. Wir können ihn erreichen, wenn wir auf die Kraft internationaler Solidarität vertrauen", betonte der SPD-Vorsitzende.

Im August 1907 fand in Stuttgart der erste Kongress der "Internationalen Verbindung sozialistischer Jugendorganistationen" statt. Ihr Anliegen war es, ein internationales Zeichen gegen Krieg, unwürdige Arbeitsbedingungen und Benachteiligung zu setzen. 100 Jahre IUSY bedeuten ein Jahrhundert Kampf für Gleichheit und Frieden, gegen Krieg, Ausbeutung und Kolonialismus. Heute ist die IUSY mit über 140 Mitgliederorganisationen aus mehr als 100 Staaten die größte politische Jugendorganisation der Welt.