Entschlossen im Kampf gegen Altersarmut!
Die SPD im Erzgebirge setzt sich gemeinsam mit ihrer Bundes- und Landespartei für einen entschlossenen Kampf gegen Altersarmut ein.
Denn gerade im Erzgebirge werden perspektivisch viele Menschen auf Grund niedriger Löhne von Altersarmut betroffen sein. Für die SPD steht dieses Thema nicht zuletzt deshalb im Zentrum der politischen Arbeit.
Unter dem Titel: „Gut Leben im Alter – Problem Altersarmut“ fand dazu jüngst auf Initiative des SPD-Ortsvereins Aue-Bad Schlema-Schneeberg in Aue eine gut besuchte öffentliche Veranstaltung statt...
... Als Hauptreferenten traten dabei der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Brangs und der stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Marcus Schlimbach auf.
Beide machten deutlich, dass es gerade noch in Sachsen entscheidender politischer Weichenstellungen bedarf, um die Altersarmut erfolgreich und nachhaltig zu bekämpfen. Dass dringender Handlungsbedarf besteht zeigt ein Blick auf die Statistik: Nicht einmal 10% der 63 bis 64-jährigen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt und fast 1/3 aller Arbeitslosen sind älter als 50 Jahre.
Der stellvertretende DGB-Vorsitzende Markus Schlimbach wies darauf hin, dass eine wachsende Zahl der Neurentner in Sachsen nur eine geringe Rente erhält. So bekommen Frauen, die 2010 in Rente gegangen sind, durchschnittlich 667 € brutto. Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und niedrige Löhne sind die Hauptursachen für eine wachsende Altersarmut. Wenn sich nichts an den gesetzlichen Grundlagen ändert, rechnen Experten damit, dass 2030 jeder 5. Rentner in Deutschland als arm gelten muss. Beschäftigte, die den sächsischen Durchschnittsverdienst von 2000 € erhalten, brauchen 2030 - um eine Rente knapp oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu bekommen - 43 Beitragsjahre.
In der anschließenden Diskussion gab es ausführliche Wortmeldungen besorgter Bürger, die darauf hinwiesen, dass insbesondere im Erzgebirge zukünftig viele Menschen von Altersarmut betroffen sein werden. Die Ursache dafür, so waren sich alle Teilnehmer einig, liegt in den zu geringen Einkommen der hier arbeitenden Bevölkerung.
Die SPD setzt sich deshalb zur Bekämpfung der Altersarmut für die Einführung einer Bürgerversicherung, eine existenzsichernde Mindestrente und eine nachhaltige Begrenzung des Niedriglohnsektors ein.
Tobias Andrä, OV Aue-Bad Schlema-Schneeberg