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"Sozialer Arbeitsmarkt" - Annaberger SPD lud zur Diskussion

Veröffentlicht am 24.02.2008 in Kommunales

Mit Johannes Gerlach, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, gewannen die Annaberger Genossinnen und Genossen den wohl profiliertesten Vertreter zum Thema und verzeichneten zwar nicht gerade einen Besucheransturm zu ihrem öffentlichen Forum, konnten sich aber dafür über prominente Gäste und anspruchsvolle Diskussionen freuen.

So waren der Annaberger Landrat, Jürgen Förster (Bürgerforum), und die Geschäftsstellenleiterin der IHK Annaberg, Almut Beck, genauso unter den Gästen wie z. B. der Bärensteiner Bürgermeister, Bernd Schlegel (SPD), und der Annaberger Stadtrat und Personalratsvorsitzende des Erzgebirgsklinikums, Thomas Richter (SPD).
Der Soziale Arbeitsmarkt, auch "Kommunal-Kombi" oder "Bürgergeld" genannt, erlangte nicht zuletzt durch den Beschluß der Sächsischen Staatsregierung vom 19.02.2008 besondere Aktualität. Damit wurde ein Förderprogramm über 52 Mio. Euro auf den Weg gebracht, welches noch in 2008 ca. 6.300 Langzeitarbeitslosen eine Perspektive jenseits von ALG II ermöglicht.
Johannes Gerlach, der sich bereits seit über drei Jahren mit dieser Thematik befaßt, war seine Freude hinsichtlich dieses Durchbruchs anzumerken. Gleichwohl ist dies nun kommunal auszugestalten, "da hinsichtlich der Vergabe das Windhundprinzip herrscht", so Gerlach. Er appellierte an die Bürgermeister, zeitnah entsprechende Anträge zu stellen. Konkrete Beispiele gibt es gerade im Annaberger Raum zuhauf. So besuchte Johannes Gerlach zuvor u. a. den Möbelfundus in der Kreisstadt und ließ sich von der Geschäftsführerin der Sozialbetrieb Erzgebirge GmbH, Saskia Kuban, in deren Trägerschaft sich der Möbelfundus befindet, detailgenau die Umstände und Probleme vor Ort, insbesondere beim Einsatz von Menschen mit teils mehrfachen Vermittlungshemmnissen und entsprechend langer Arbeitslosigkeit, berichten.
Der Vorsitzende der Annaberger SPD, Jirka Meyer, resümierte, daß das `Ob` unter den Anwesenden des Abends unstreitig war und für die Erzgebirgsregion sicherlich als sinnvoll empfunden wurde. Gleichwohl, so Meyer weiter, bleibt das `Wie` in Detailfragen noch streitig - nicht zuletzt auch, was die Auswirkungen auf den ersten Arbeitsmarkt betrifft.

Weitere Informationen zum Sozialen Arbeitsmarkt unter Sozialer Arbeitsmarkt (anschließend in der rechten Leiste den entsprechenden Link anklicken).